Konzerte, Kontroversen und eine Kaputte Kamera - Reggae Jam 2026

Konzerte, Kontroversen und eine Kaputte Kamera – Reggae Jam 2026

Reggae Jam, ein Pflichttermin seit Jahren und das Festivalwochenende startete wie gewohnt entspannt am Roots Camp da der Donnerstag in der Regel der einzige Tag bleibt an dem Zeit dafür da ist. Das Roots Camp zählt für mich zu einem der schönsten Plätze beim Reggae Jam und neben den entspannten Vibes und der Musik war es vor allem eine Sache auf die ich mich gut ein Jahr gefreut habe, die frittierten Kartoffelbällchen. Diese hatte ich im letzten Jahr zum ersten Mal dort gegessen und war hin und weg also war eine der ersten Sachen dieses Jahr mir diese wieder zu gönnen. Leider waren sie dieses Jahr enttäuschend, immer noch Lecker aber bei doppeltem Preis für die selbe Menge, mit nur einfacher und keiner Chilli-Majo und ohne Toppings nicht ihr Geld wert. Schade.

Zurück zur Musik, neben den üblichen Soundsystem Sets stand auch wieder ein Live Act auf dem Plan, dass war Dubarise die schon mal einen kleinen Vorgeschmack gaben denn am Sonntag sollten Dubarise noch mal auf einer der Hauptbühnen spielen.

Das Roots Camp sollte nicht der einzige Stopp am Donnerstag bleiben, es ging auch noch in die Dancehall die nur weniger Meter entfernt vom Roots Camp aufgebaut war. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht ahten war, dass die Dancehall unser Wochenende dominieren sollte, nicht aufgrund der Musik sondern wegen eines Aufbaus auf der Bühne der vor allem Online auch International zurecht einen großen Aufschrei verursachte.

Kurz Zusammengefasst, der Aufbau der Teil des Bühnenhintergrunds war zeigte eine Schwarze Frau im Kopfstand beim twerken. Verständlicherweise waren viele aus der Schwarzen Community von dieser Darstellung alles andere als begeistert. Ich werde an dieser Stelle keine Fotos oder entsprechendes Videomaterial teilen um es nicht zu reproduzieren.

Das Reggae Jam entschuldigte sich später in einem Instagram Post für den Aufbau und die Darstellung, entfernte den Aufbau noch vor Start des zweiten Festival Tages und kündigte eine Aufarbeitung im Anschluss an das Festival an. Bis heute wurde sich meines Wissens jedoch nicht erneut dazu geäußert, ich persönlich würde es mir sehr wünschen wenn dies noch geschieht.

Mit diesem all überschattenden Thema ging es dann in den ersten Festivaltag und den eröffneten Coscious Culture, darauf folgten Shows von Nosliw & Nattyflo, King Kong & Echo Minott und Lisa Dainjah & Maahjesty. Für den kurz vorher verstorbenen Fantan Mojah der auf dem Reggae Jam hätte auftreten sollen gab es eine Tribute Show von Teacha Dee zusammen mit diversen Künstlern. Die Headliner am ersten Tag waren Alborosie und eines meiner persönlichen Highlights, Tarrus Riley.

Der Samstag startete mit einem gemeinsamen Set von Ganjaman und Uwe Banton und in Erinnerung an Ganjamans typische Frühstücksshows die es über die Jahre immer wieder gab, kam das anwesende Publikum in den Genuss eines kleinen Snacks. Mit Rhaatid folgte die neue Band von Roughhouse die Roots, Rock, Reggae ziemlich wörtlich nahmen und einen interessanten Mix aus Hardrock und Roots Reggae boten. Mit Italee und Bazil folgten zwei weitere meiner persönlichen Highlights dieses Wochenendes. Bei der Show von Stylo G passierte es dann, meine Kamera gab den Geist auf. Nach über 10 Jahren und fast 250.000 Auslösungen war Schluss und der Shutter der vor dem Sensor sitzt ging Kaputt. Zum Glück konnte ich vorher noch ein paar Fotos von Stylo G machen die ihr in der Galerie findet, den Rest des Tages musste ich dann aber ohne Kamera verbringen was ein unglaublich ungewohntes Gefühl war. Zum Glück lag mein Hauptfokus an diesem Wochenende weniger auf Fotos als sonst üblich. Die restlichen Acts des Tages wie Mal Èlevè & Osy, T.O.K und Konshens schaute ich mir dafür etwas aus dem VIP Bereich an, auch mal eine nette Abwechslung. Am Ende des Tages bin ich dann noch in eine Dubplate Session mit T.O.K geraten, was ziemlich cool war das mal zu sehen.

Nachdem das Wetter die vergangenen Tage wirklich schön war, startete der Sonntag kalt und verregnet was sich auch über den Tag durchziehen sollte. Ein Lichtblick abseits vom Wetter war, dass ich für den Tag wieder mit einer Kamera ausgestattet war denn Fotokollege Maik Mittelstädt war so nett mir seine Ersatzkamera zu leihen.

Musikalisch startete der Sonntag mit Dubarise die ja am Donnerstag auch schon im Roots Camp gespielt hatten, danach folgten Dactah Chando und Billy Mystic & The Relealers. Ein weiteres Highlight war das Female Reggae Voices Showcase von und mit Samora, mit Zoe Mazah, Ammoye und Yeza wobei letztere die war auf die ich mich besonders gefreut habe denn ihr Album Star Of The East war 2025 eins was bei mir sehr oft lief. Leider war der eine heftige Regenschauer den es gab genau während der ersten Hälfte der Show wodurch verständlicherweise nur recht weniger Menschen vor der Bühne die Show verfolgten

Die letzten Shows des Wochenendes waren dann Manudigital mit Skarra Mucci, Queen Omega und als Abschluss Inner Circle. Lässt man mal die Kontroverse und so außen vor und blickt rein auf das musikalische, dann war das Reggae Jam mal wieder eine ziemlich runde Sache. Besonders gefallen hat mit die Verkleinerung im Lineup, dass man auf weniger Künstler*innen gesetzt hat und diesen dafür längere Spielzeit ermöglicht hat. Diese Entscheidung hat das ganze Festival deutlich entspannter gemacht.

Folgend findet ihr übrigens den Reggaeville Festival Report zum Reggae Jam wo meine Kollegin Gardy das Festivalwochenende wie immer perfekt zusammengefasst hat mit samt diverser Live Videos und Fotogalerien. 

Die Fotos findet ihr wie gewohnt auch in der Galerie oder ihr klickt direkt auf einen der folgenden Links.
Reggae Jam Festival 2026 – Opening & Day 1
Reggae Jam Festival 2026 – Day 2 & Day 3