Turnpike, oder doch Reggae Jam? Zum dritten Mal beim Reggae Festival in Lette
Zum dritten Jahr in Folge war ich beim Turnpike Reggae Festival in Herzebrock-Clarholz. Das Festival hatte mich bei meinem ersten Besuch 2024 direkt überzeugt und ist seit dem fester Bestandteil meines Festivalsommers.
Angekommen fällt am Eingang und Camping Gelände direkt eine große Holz Skulptur auf die vielen auch vom Reggae Jam bekannt sein dürfte und auch auf dem Gelände mit der Bühne, welches in diesem Jahr ein wenig größer geworden ist, sind weitere Reggae Jam Requisiten aufgestellt die das Gelände noch ein wenig aufwerten.

Dass das Turnpike und das Reggae Jam eine enge Freundschaft und Zusammenarbeit verbindet ist jetzt nicht neu und ich finde es auch sehr schön wenn sich Festivals in einer Zeit in der Kulturprojekte es immer schwerer haben gegenseitig supporten.
Wo ich dann aber doch mehr als verwundert war und mich kurz gefragt habe auf welchem Festival ich gerade eigentlich bin war, und da greife ich mal vorweg, als Künstler Shoutouts an das Reggae Jam und Sheriff gaben, noch bevor sie das Turnpike erwähnten, dem Festival auf dem sie spielen und dass diese Künstler gebucht hat. Finde ich persönlich mehr als respektlos und ich hoffe, dass in Zukunft da klar differenziert wird.

Das Turnpike weicht ja etwas vom sonst üblichen Festivalkonzept ab und konzentriert sich eher darauf wenige Künstler*innen zu buchen, bietet diesen dafür aber lange Slots, so standen für den Freitag gerade mal drei Acts auf dem Plan und den Anfang machte Luisa Laakmann mit Band, gefolgt von Andrew Murphy der nicht nur als Live Act sondern wie auch die Jahre zuvor als Moderator dabei war. Headliner des ersten Tages war dann Dr. Ring Ding der als special guest zudem Joel „Kush“ Brown von Kustart mit dabei hatte und für einen gefeierten Abschluss des ersten Tages sorgte.

Wer bis hierhin noch immer nicht genug hatte für den ging es im Anschluss mit Turndub Trinity bis tief in die Nacht weiter.
Der zweite Festivaltag begann dann so wie man es sich nicht unbedingt wünscht, verregnet. Zum Glück hatte sich der Regen mit Öffnung des Festivalgeländes wieder verzogen und bis auf ein paar vereinzelte Tropfen sollte da auch nichts mehr kommen, die grauen Wolken blieben uns allerdings erhalten.
Das live Programm auf der Bühne eröffneten Ruff & Tuff Band aus Hannover, gefolgt von Akeem Garisson dessen Set aus produktionstechnischen Gründen kürzer ausfiel als geplant und zu längeren Umbauzeiten zwischen den Act führte. Backing Band waren House of Riddim die auch noch auch noch für die folgenden Act die Backing Band gaben.

Weiter ging es mit Teacha Dee der mit seiner Show das Publikum von Beginn an mitriss und zum heimlichen Headliner avancierte. Teacha Dee erlangte 2021 weltweite Aufmerksamkeit als bekannte wurde, dass sein Song Rastafarai Way Teil des Soundtracks des 25. James Bond Films „Keine Zeit zu sterben“ sein würde. Zur Unterstützung hatte Teacha Dee zum Don Tippa mit dabei der auch ein paar eigene Sachen zum besten gab.

Gewohnt energiegeladene war dann der Auftritt von Headliner Chuck Fenda. Ein toller Moment während der Show war als Chuck Fenda, Lea aus der Turnpike Crew, die unter anderem mitverantwortlich für das Booking des Turnpike Festivals ist, auf die Bühne holte und sich bei ihr für das Booking bedankte.
Den Abschluss markierte wiederum Andrew Murphy der mit Akustikgitarre und der Turnpike Crew zusammen auf der Bühne noch ein paar Songs spielte und man sich vom Publikum gebührend verabschiedete. Bis 2027.

Fotos sowie Videos vom Turnpike Reggae Festival findet ihr hier bei Reggaeville.
Die Fotos findet ihr zusätzlich wie gewohnt auch in der Galerie oder ihr klickt direkt auf einen der folgenden Links.
Turnpike Reggae Festival 2026 – Day 1
Turnpike Reggae Festival 2026 – Day 2